Der CRAP-Check: So prüfst du, ob deine KI-Quellen wirklich stimmen.
- 15. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Dein KI-Tool halluziniert gerade – und du merkst es wahrscheinlich nicht. Das ist keine Übertreibung, sondern der Alltag im Umgang mit ChatGPT, Perplexity und Co. Das größte Risiko beim Einsatz von KI ist nämlich nicht die KI selbst. Es sind die Quellen, denen sie blind vertraut. Für alle, die KI beruflich einsetzen – ob für Recherche, Angebote oder Fachtexte – lohnt sich deshalb eine einfache Gewohnheit: der CRAP-Check. Die Methode stammt ursprünglich von der Bibliothekarin Molly Beestrum und ist heute eines der wichtigsten Werkzeuge in meinem Beratungsalltag.
Was ist der CRAP-Check?
CRAP steht für vier Prüffragen, mit denen du jede Information einordnest, bevor du sie weiterverwendest – egal ob sie aus einer KI-Antwort, einem Artikel oder einem Social-Media-Post stammt.
C – Currency (Aktualität) Wann wurde die Information veröffentlicht? Im KI-Bereich können sechs Monate einen Unterschied wie Tag und Nacht machen. Ein Tool, das im Frühjahr noch als Geheimtipp galt, kann im Herbst schon durch ein neues Feature ersetzt sein.
R – Reliability (Verlässlichkeit) Gibt es eine nachvollziehbare Primärquelle? Lässt sich die Aussage anderswo bestätigen? Ohne Quelle kein Wert – so einfach ist das.### A – Authority (Autorität)Wer steckt hinter der Aussage? Eine Fachperson mit nachweisbarer Expertise, oder jemand mit einer steilen Meinung und großer Reichweite? Fachwissen und Reputation zählen mehr als Lautstärke.
A – Authority (Autorität)
Wer steckt hinter der Aussage? Eine Fachperson mit nachweisbarer Expertise, oder jemand mit einer steilen Meinung und großer Reichweite? Fachwissen und Reputation zählen mehr als Lautstärke.
P – Purpose (Zweck) Warum existiert dieser Inhalt überhaupt? Wer profitiert davon, wenn du ihm glaubst? Genau hier versteckt sich meistens der Bias.
So baust du den CRAP-Check in deinen KI-Alltag ein.
Der einfachste Weg: Nimm ihn direkt in deinen Prompt auf. Ich verwende standardmäßig diesen Zusatz bei Recherchen: „Erstelle einen CRAP-Check für alle verwendeten Quellen."
Das zwingt das Modell zur systematischen Validierung – und dich zum kritischen Nachdenken, bevor eine KI-Antwort ungeprüft in eine Präsentation, ein Angebot oder einen Social-Media-Post wandert.
Warum das für Solopreneurs und KMU besonders wichtig ist.
Wer als Einzelunternehmerin oder kleines Team KI für Recherche nutzt, hat oft keine zweite Instanz, die Ergebnisse gegenprüft.
Genau deshalb lohnt sich diese Gewohnheit: Wer Quellen nicht prüft, trifft Entscheidungen auf wackeligem Fundament. Wer den CRAP-Check beherrscht, verwandelt Medienkompetenz in einen echten Wettbewerbsvorteil.




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